Wunschzettel für die nächste Reise

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Wir wurden gefragt, ob es Dinge gibt, die wir für die nächste Reise sammeln.

Hier ist eine Übersicht, welche Dinge wir gerne mitnehmen möchten, weil sie in Uganda schwer zu besorgen oder teuer sind

  • Tuschkästen und Borstenpinsel (gerne auch gebraucht)
  • Brettspiele (Schach, Mühle, Dame, Halma, Mensch-ärger-dich-nicht, Fang den Hut, Domino, Twister etc)
  • Straßenmalkreide
  • Große Stoffkoffer (lassen durch das niedrige Eigengewicht die Mitnahme von mehr Spenden zu)
  • Pflaster, Aidshandschuhe gerne (auch abgelaufene) Autoverbandskissen /-kästen
  • Solartaschenrechner
  • Neuwertige Radiergummis und Spitzer
  • Plastiklineale
  • Leichte Rucksäcke für die Schulkinder (keine Ranzen )
  • Für das Nähprojekt: Druckknöpfe

…Liste wird evtl. noch ergänzt…

Auch vor Ort gibt es viel zu besorgen. Wir sammeln Spenden für einen Drucker und Schulmaterialien. Nachricht gerne unter UYWEFA@web.de

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Herzlichen Dank

Gudrun Fehlow-Mielke und Martin Mielke

 

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WEBALE: Ein Riesen Dankeschön

An dieser Stelle wollen wir ein herzliches Dankeschön an alle Freunde und Bekannten und an all die Menschen, die wir gar nicht persönlich kennen, aussprechen, die uns Geld- oder Sachspenden mit auf die Reise gegeben haben.

DANKE für Koffer, einfachen Rucksäcke und Schultertaschen, die wir vor Ort lassen konnten, oder die uns auf der nächsten Reise begleiten werden.

Gepäckvergleich Hin- und Rückflug

DANKE für über 300 nagelneue Kugelschreiber, die wir den Kindern und ihren Müttern schenken konnten.

DANKE für über 25 gebrauchte und neue Tuschkästen und Pinsel

DANKE an die Autovision für die Spende von 300 graue Käppies und Blusen, Poloshirts und Hemden für die Lehrer, die sich sehr ein gemeinsames Outfit gewünscht haben.

DANKE für Buntstifte, Radiergummis, Spitzer, Seifenblasen und Luftballons und anderes Büromaterial.

DANKE an viele uns unbekannte Kindergartenmütter, die gut erhaltene Schuhe gespendet haben und damit viele Kinder glücklich gemacht haben.

DANKE für Spielesammlungen, Rechenkästen und Schachspiele,

DANKE für Verbandsmaterial, medizinische Instrumente,. Medikamente und medizinische Beratung.

Und vor allem auch DANKE an diejenigen, die uns Geld anvertraut haben, mit dem wir in Uganda Besorgungen machen konnten.

Wir haben davon den Fußboden für die Kindergartenkinder, Pflanzen, Mülleimer, gigantische Kochtöpfe, Notizblöcke, Hefte, 600 Bleistifte , Besen, Bodenfarbe, Wasserhähne und ein Wasserfass besorgt und Essen und Getränke für die Einweihungsfeier finanziert.

In dieser einen Woche haben wir wirklich viel erreichen können.

Die Dankbarkeit von den Kindern, ihren Müttern und Lehrern war riesig und wir hoffen, dass wir sie durch diesen Blog vermitteln konnten.

Unser letzter Tag: Offizielle Eröffnung des neuen Schulgebäudes

Auch unser letzter Tag ist vollgepackt mit wichtigen Erledigungen.

Morgens auf dem Weg zur Schule finden wir eher zufällig den lang gesuchten selbstschließenden Wasserhahn. Martin schafft es dafür ein Fass und alles nötige Installationsmaterial zu kaufen, die entsprechenden Handwerker zur Schule zu bringen und sogar ein Podest für die neue Handwaschanlage bauen zu lassen.

Mittags ist dieser wichtige Punkt erfolgreich umgesetzt und direkt neben der Toilette können die Hände gewaschen werden.

Die Kinder fegen und wischen die Klassenräume, damit der Boden für die Party vom allgegenwärtigen Staub befreit ist.

Danach laufen sie nur noch auf Socken in den Räumen, was ein anderes Problem ans Licht bringt. Anscheindend laufen (und schlittern) die Kinder häufig in Socken auf dem stellenweise rauhen Betonboden. Unvorstellbar, dass sie in diesen Socken und den oft schlechtem Schuhwerk laufen können…

Wir überlegen, wie wir am besten unterstützen können. Wahrscheinlichmüssten neue Socken gekauft werden und das Laufen auf Socken verboten werden. Ob das umsetzbar ist?

Für das Nähprojekt sind zwei Frauen gekommen, denen Gudrun erklärt, wie die aus Deutschland mitgebrachte elektrische Nähmaschine fonktioniert. Beide Frauen können bereits mit fußbetriebenen Maschinen nähen und lernen schnell die elektrische Maschine zu bedienen.

Mit Schablonen werden die Umrisse der für die Menstruationsbinden benötigten Stoffteile auf die saugfähige und wasserundurchlässige Stoffe übertragen und ausgeschnitten.

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Anhand von Musterexemplaren durch die ersichtlich wird, wie die Stoffteile zusammengenäht werden, fertigen die Frauen die ersten Binden an. Nach und nach kommen mehr Frauen hinzu, die von den beiden ersten angelernt werden.

Wir alle sind sehr zufrieden mit den ersten Ergebnissen.

Der Plan ist, dass die Frauen die fertigen Binden für sich und die Schülerinnen anfertigen und mit dem Verkauf Geld verdienen.

Besonders fasziniert sind die Frauen von der Knopfloch-Funktion der Nähmaschine, die beim Anfertigen der Schulkleidung sehr hilfreich ist.

Tonia verschönert die neuen Mülleimer mit einem Willkommensgruß

Für die Dekoration der Eröffnungsparty malt sie mit den Kindern der fünften Klasse ein langes Plakat.

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Die Schüler der sechsten Klasse helfen beim Aufblasen von Luftballons.

Mit der hoffentlich abriebfesten Bodenfarbe versuchen wir zum dritten Mal die Umrisse der Spiele auf dem Boden der Veranda permanent aufzumalen, denn die ersten Varianten aus Kreide und Tafelfarbe haben sich sehr schnell abgenutzt.

Es ist gar nicht so einfach, zu malen, da die Kinder sehr aufgeregt und zeitweise unbeaufsichtigt sind, da die meisten Lehrer beim Kochen unterstützen. In Uganda gehört zu einer guten Party viel Essen und Softdrinks. Deswegen hatten wir ja auch die riesigen Töpfe auf dem Markt besorgt.

Die Kindergartenkinder halten noch ein Schläfchen auf dem neuen Boden.

Die etwas größeren Kinder, die teilweise mehr als 2 Stunden zur Schule laufen, machen, wenn sie müde sind, an ihren Tischen sitzend ein kleines Schläfchen.

Gegen 15 Uhr ist es soweit.

Die Schule ist geschmückt und die Gäste treffen ein.

Zuerst befestigt Martin das Schild des Sponsors BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, der durch seine große Spende, den Schulbau ermöglicht hat.

Ohne Bohrmaschine und Dübel ist das gar nicht so einfach.

20190226_182338Die ersten 7 Obstbäume (Mango und uns unbekannte Früchte, die die Kinder später ernten können) für die Begrünung des Außenbereichs konnten Dank einer Spende ebenfalls besorgt werden. Eingepflanzt werden sie aber erst, wenn die Bauarbeiten weitestgehend abgeschlossen sind.

Im derzeit größten Schulraum warten die Gäste. Darunter sind viele der Frauen gekommen, die seit 2007 von UYWEFA betreut werden und einige ehemalige Schüler.

Beim offiziellen Teil begrüßt die Assistentin die Gäste. Direktor Ronald fasst in der Landessprache Buganda die Entstehungsgeschichte der Schule zusammen. Dann kommen wir auf Englisch zu Wort. Wir erklären, wer das Geld für den Schulbau gespendet hat und dass neben Bingo und dem Verein HIS Kingdom viele unserer Freunde das Projekt mit Geld- und Sachspenden unterstützen.

IMG_6633Natürlich bedanken wir uns auch für die Gastfreundschaft und das Vertrauen und geben einen Ausblick auf die mögliche Erweiterung der Schule.

Die Frauen bedanken sich mit herzlichem Applaus und dem deutschen Wort DANKE.

Die Speisen und Getränke werden den Gästen von den älteren Schülerinnen am Platz serviert.

Bei vielen Familien reicht das Geld, wenn überhaupt, nur für eine warme Mahlzeit am Tag, die meist aus dem Maisbrei „Posho“ und Bohnen besteht. So sind die großen Teller, auf denen neben Reis auch ähnliches wie Spinat, Sauerkraut und sogar Fleisch aufgetürmt sind, ein echtes Festmahl.

Viele essen mit den Fingern, zum Glück für uns gibt es auch einige Gabeln. Der riesige Topf Reis reicht übrigens nicht, es musste mehrfach nachgekocht werden.

Eine Frau aus der Gemeinde, die ab und zu Volunteers aus dem Ausland beherberg,  hat einen riesigen Kuchen gebacken, den wir gemeinsam mit den Lehrern anschneiden dürfen.

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IMG_6641Zum Abschluss gibt es reichlich Geschenke: Alle Schüler stellen sich in einer Reihe auf und bekommen ein Käppi aus der Autovisions-Kleiderspende und einen Kugelschreiber.

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Die Kindergartenkinder freuen sich über Luftballons und die Lehrer über Seifenstücke und Solartaschenrechner.

Die Mütter bitten ebenfalls um Kugelschreiber, zum Glück hatten wir über 300 gespendet bekommen.

Und auch wir werden beschenkt, einige Frauen haben uns selbstgefertigte Armbänder mitgebracht.

Ronald bestätigt unseren Eindruck, dass alle das Eröffnungsfest genossen haben und es lange in Erinnerung behalten werden wird.

Unsere Koffer sind nun tatsächlich leer. Fünf Stück, mehrere Rucksäcke und Taschen lassen wir in der Schule. Tonia muss in Gudruns Schuhen die Heimreise antreten, da sie ihre beiden Paar Schuhe an Mädchen der siebten Klasse verschenkt, die nur Plastikballerinas besitzen.

Joan, die Assistentin des Direktors lässt den Spendern der Koffer herzlich danken. Sie freut sich darin jetzt im Office die neue Schulkleidung, Nähmaterial und Bücher staubgeschützt aufbewahren zu können.

Unser Aufenthalt endet mitten in der Nacht. Direktor Ronald, seine Assistentin Joan und die Lehrerin Eron, die Dank der Unterstützung eines Paten im zweiten Semester Medizin studieren kann, holen uns nachts um halb 2 im Hotel ab und begleiten uns zum Flughafen. Für den einzigen Koffer, den wir mit zurück nach Deutschland nehmen, bekommen wir reichlich Früchte und Avocados geschenkt, so dass Martin nochmals umpacken muss.

Die beiden jungen Frauen waren noch nie in Entebbe am Flughafen und sind neugierig darauf ein Flugzeug von Nahem zu sehen. Wir freuen uns über den netten Abschied.

Endspurt

So vieles wollen wir noch in den letzten beiden Tagen erledigen.

Martin fährt mit Ronald zum Zollamt und einer anderen Behörde, um zu klären, welches Schulmobiliar und andere Spenden in einem Container nach Uganda verschickt werden dürfen. Leider gibt es einige bürokratische Hürden, die das Einführen von Spenden nahezu unmöglich machen. Der etwa 35 jährige Schuldirektor Ronald fährt im hochmodernen Zollgebäude zum ersten Mal im Leben Fahrstuhl und dann gleich in einem gläsernen bis in den 14. Stock. Er ist begeistert.

Tonia und Gudrun beschäftigen sich in der Schule. Tonia und Eron erfragen bei weiteren Schülern und Lehrern, wie ihnen die Schule gefällt und was verbessert werden könnte.

Faszinierend ist, dass die Kinder sich sehr begeistert über den guten Unterricht äußern und bei den Wünschen ein Schlafgebäude, Schulbus und eine weiterführende Schule häufig genannt werden.

Heute wurde viel gespielt. Die Kindergartenkinder übten rechts und links und die Farben mit dem neuen Twister Spiel.

Ansonsten standen in den Pausen viele andere der neuen oder mit Staßenmalkreide selbst aufgemalten Spiele hoch im Kurs.

Auch das Springseil und Gummitwist wurde erfolgreich ausprobiert.

Außerdem würde heute ein wenig genäht. Es gab einige Schulkleidung zu reparieren und eine erste Nähschülerin.

Tonia half Martin fleißig beim Anfertigen von Regalen aus Restholz

Beim Matheunterricht der ersten und sechsten Klasse konnten wir hospitieren und staunten über die ganz andere Art der Wissensvermittlung. Aller Stoff wird an die Tafel geschrieben und von den Kindern im Chor laut gelesen. Auch Aufgaben werden im Chor gelöst. Der Lehrer kontrolliert in allen Hefte, ob die Inhalte richtig von der Tafel übertragen wurde .

Besuch gab es heute auch. Ein Schulinspektor und drei Vertreter des ugandischen Rotarierclub überzeugten sich von den Baufortschritten.

Martin hat tatsächlich den gefährlichen Weg zum Klohäuschen durch eine provisorische Treppe sicherer gemacht. Welch ein Fortschritt!

Moses und Gudrun haben einige Anschaffungen getätigt.

Neben zwei aus einem Fass gefertigten Abfallbehältern, wurden erste Pflanzen für den Schulgarten und  Straßenfarbe gekauft, mit letzterersollen die Spiele oder auf dem Boden abriebfester aufgemalt werden.

Und schon ist der Tag vorbei…

Ein echter Tag Urlaub

Heute ist Sonntag und wir wollen ein bisschen mehr von Uganda kennenlernen. Moses hat sich ein Auto geliehen und fährt mit uns und seinem Freund Nathan zur Nilquelle in Jinja, die sich etwa 2 Autostunden von Kampala entfernt befindet.

Auf dem Weg machen wir einen Stopp im Regenwald und bestaunen einige riesige Bäume.

Leider sehen wir auch einige gerodete Schneisen, denn es soll eine Lodge für Touristen gebaut werden.

Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass mit der Motorsäge vor Ort Bretter aus den Bäumen geschnitten werden.

Weiter geht es zum Viktoriasee an die Quelle des Nils, die wir auf einer Bootstour erreichen.

 

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Wir können einige Vögel, eine riesige Eidechse und einen Otter beobachten.

Weiter geht die Fahrt 45 Minuten lang auf nicht asphaltierten Sträßchen zu den Itanda Wasserfällen.

Wir sehen viele ärmliche Hütten, Kinder, die Ziegen hüten, Holz oder Wasserkanister transportieren oder mit nichts als Steinen und  Stöcken im Staub spielen. Die Frauen sitzen oder hocken auf dem Boden vor ihren Hütten und sortieren Getreide oder bereiten Essen vor.

Wir haben aus dem Auto keine Fotos von diesen ungewohnten Szenen gemacht, weil wir nicht fragen könnten, ob die Menschen einverstanden sind, fotografiert zu werden.

Die Wasserfälle waren sehr eindrucksvoll. Das Angebot eines jungen Mannes, der sich gegen eine Spende unsererseits durch die Stromschnellen treiben lassen wollte, haben wir dankend abgelehnt.

Eine der traditionellen Hütten, die wir aus dem Auto gesehen haben, konnten wir näher betrachten.

Unglaublich, dass auf so kleinem Raum ganze Familien schlafen und kochen.

Die Rückfahrt ist abenteuerlich, weil wir die letzte Stunde im Dunkeln fahren und nicht alle Verkehrsteilnehmer beleuchtet sind.

Nach etwa 12 Stunden kommen wir voller neuer Eindrücke in unserem Hotel an.

Kreative Tätigkeiten

Heute waren etwas weniger Schüler in der Schule. Aber dafür, dass eigentlich nur Unterrichtsstoff der vergangenen Woche nachgearbeitet wurde, waren es doch viele.

Wir wollten uns kreativ betätigen. Eine Idee war es ein Schachfeld auf den Fußboden aufzumalen und mit Flaschen als Spielsteinen Dame zu spielen.

Nachdem Tonia die ersten beiden leeren Flaschen auf dem Abgang der Schule gesammelt hatte, fingen einige Kinder an uns weitere leere Flaschen zu bringen.

Als wir über 30 Flaschen zusammengekommen waren, haben wir 24 Stück mit den Kindern zusammen mit Sand gefüllt.

Dann haben wir mit Kreide ein provisorische Spielfeld aufgemalt und die Kinder konnten Dame spielen.

Im Zimmer des Direktors haben einige Kinder die normale Spielbrett- Variante ausprobiert.

Weil die Kinder so viel Spaß hatten, haben wir mit Tafelfarbe ein hoffentlich länger nutzbares Feld auf den Boden gemalt.

Der Direktor durfte das neue Spiel einweihen.

Aus großen Flaschen werden wir noch große Schachfiguren bauen. Martin hat dafür in Deutschland Holzfiguren, die auf die Deckel geschraubt werden, vorbereitet.

Hüpfekästchen kann nun auch wieder gespielt werden.

Tonia und Gudrun haben die letzten 3 Betontafeln mit deutschem Tafellack gestrichen

Wenn die Tafeln mit Wasser gewischt werden, sind sie nun gut lesbar. Da es keine Schulbücher gibt, müssen die Kinder alles Wissen von der Tafel in ihre Hefte übertragen.

Mit den Sechstklässern tuschen wir, und sie sind sehr begeistert bei der Sache.

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Ein weiteres Kreativprojekt war das Zuschneiden von Stoff für die Menstruationsbinden, die noch genäht werden sollen.

Martin verbrachte den Vormittag größtenteils in der Bank. Eine große Überweisung aus Deutschland für den Schulbau ist seit 10 Tagen nicht angekommen. Nach über eineinhalb Stunden Recherche tauchte das Geld dann plötzlich auf dem Schulkonto auf. Eine Erklärung dafür, wo es hängengeblieben war, gab es nicht…

Auch die Preisrecherche nach Baumaterialien, die Martin und Ronald durchführten, zog sich in die Länge. Und dabei hat Martin noch so viel zu tun.

Er will eine Treppe zum Toilettengebäude realisieren und die Verstärkungsmauer zur Hangabsicherung vor der Veranda einmessen. Es waren nachmittags einige Bauarbeiter da, aber die Vermittlung von Martins Plänen ist wegen Verständigungsproblemen schwierig.

Arbeitssicherheit sieht anders aus…

Martin baut die Treppe weitestgehend selbst, weil die Bauarbeiter einfach nicht das Gespür für die Dinge haben und nicht mitdenken.

Hier sieht man das Loch für ein Fundament der Verstärkungsmauer des Hanges, Löcher buddeln klappt gut. Aber auch da muss nachgeprüft werden, ob der gewachsene Boden erreicht wurde, denn Schule steht ja auf einem steilen Hang und es wurde viel Erde aufgeschüttet.

Es wird spannend Montag zu sehen, was morgen auf der Baustelle passiert sein wird.

Wir machen einen Tag Urlaub und fahren ein wenig mit Moses, dem ugandischen Freund des Freundes unserer Tochter, ins Land.

Aufregende Einkaufserlebnisse

Nachdem Martin morgens mit einigen Mühen unser Uganda-Handy wieder mit Airtime internetfähig bekommen hat, wir Kopien von den Befragungsbögen gemacht haben und mit einiger Verzögerung den Bankautomaten überzeugt haben, uns Geld zu geben, kamen wir erst um halb 11 in der Schule an.

Dort wurden wir bereits von einigen Müttern der Patenkinder erwartet, die sich bei uns persönlich bedanken wollten.

Dann wurden 21 der 22 von deutschen Paten geförderten Kinder in einem Klassenraum zusammengeholt. Wir haben Ihnen Fotos ihrer Paten und einige persönliche Geschenke übergeben. Die Kinder malten daraufhin Dankesbilder für ihre Unterstützer.

 

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Die Kindergartenkinder haben viel Spaß mit ein paar Luftballons

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Auch ein deutsches Fädelspiel wird gerne genutzt.

Direktor Ronald geht mit Tonia und mir einkaufen mit den Spendengeldern aus Deutschland.

Zuerst gehen wir ins Ortszentrum und sehen viel Ungewohntes unterwegs.

Wir besuchen die Mutter eines unserer Patenkinder. Sie arbeitet in einem Projekt der HIV-positiven Frauen, das von der Schule imitiert wurde. In 5er Gruppen stellen die Frauen Notizbücher her. Wir dürfen das knapp 10 qm große Zimmer ansehen, in dem die Frau mit ihren 3 Kindern lebt, kocht UND die Notizbücher klebt.

Wir kaufen alle 80 fertiggestellten Notizbücher für die Schule, obwohl die Qualität noch ein bisschen besser werden könnte.

Weiter geht es in die Innenstadt der Hauptstadt Kampala. Seltsamerweise ist kein Sammeltaxi oder Bus unterwegs, so dass wir uns schließlich entscheiden Boda-Boda, eine Art Mopedtaxi zu fahren.

Wir wählen allerdings nicht für die Sammelvariante, sondern waren auf 3 einzelnen Mopeds unterwegs. Ohne Helm und in dem unglaublichen Verkehrsgewühl ohne erkennbare Regeln ein echt abenteuerliches Reiseform, die nicht ungefährlich ist. Leider hatte mein Fahrer den Zielort nicht richtig verstanden, und wir es kostete etwas Zeit und Nerven, bis wir uns trafen, da mein Handy in Uganda nur mit WLAN funktioniert.

In der Hauptstadt war ein unglaubliches Gewühl. Wir wollten Nähmaschinen kaufen.

Das Angebot war nicht gerade klein. Allerdings sollte eine Nähmaschine mit manuellem Antrieb über 100 Euro kosten. Es stellte sich raus, dass zu diesem Preis nur gebrauchte Exemplare zu haben waren. Ich habe 5 Varianten ausprobiert und alle hatten entscheidende Macken, so dass ich mich nicht zum Kauf entschließen könnte.

Erfolgreicher waren wir beim Kauf zweiter RIESIGER Kochtöpfe und über 20 qm „Teppich“ (PVC Bodenbelag mit Filzrücken) für den Raum der „Babyclass“, damit die 4-5 jährigen auf dem Boden spielen können und nicht wie in der alten Schule den ganzen Tag an den engen Schultischen sitzen müssen.

Unsere Beute durch die schmalen überfüllten Gasen zu tragen war abenteuerlich, auf dem Foto sieht man unsere Kochtöpfe, die vom Verkäufer auf dem Kopf getragen werden. Zweimal mussten wir und alle mobilen Stände zur Seite ausweichen, weil Lastwagen sich durch die Gasse zwängen…

Für den Rückweg nutzten wir zum Glück einen Kleinbus und kauften unterwegs noch Übungshefte und Schrauben.

Martin hatte inzwischen weitere Schulbänke repariert und einige der Schultafeln mit deutscher Tafelfarbe gestrichen.

Zusammen rollen wir den neuen Bodenbelag aus.

Ein paar Kinder sind sogar noch um 18 Uhr in der Schule und arbeiten Unterrichtsstoff nach oder fegen den Boden.

Die Bauarbeiter haben das chaotisch herumliegende Bauholz weggeräumt.

Zeitweise sah es aus wie bei einem Riesen-Mikadospiel.

Das Ergebnis ist eine deutliche Verbesserung, auch wenn mit deutschen Augen gesehen noch ein wenig Nacharbeit möglich wäre…

Unser Arbeitstag endet erst gegen 19 Uhr. Deswegen reicht heute die Zeit nicht für einen Restaurantbesuch, denn wir wollen den Weg zum Hotel vor Einbruch der Dunkelheit zurücklegen.

Unser  Abendessen besteht aus Rolleggs auch Rollex genannt, einem in einen Teigfladen gerolltem Omelett, das wir mit Avocado verfeinern, den wir an einem Straßenstand kurz vor der Heimkehr frisch zubereitet bekommen.